Ausblick Wiener Börse im Jahr 2010
Für
die Wiener Börse wollen Buhl und Schaller auch in diesem Jahr ihr Augenmerk auf
die Liquidität durch die Akquisition weiterer internationaler Handelsmitglieder
legen. „Die Gewinnung zahlreicher internationaler Mitglieder in den vergangenen
Jahren hat sich gelohnt. Obwohl sich im Vorjahr die Geldumsätze aufgrund der
starken Kursrückgänge im Zuge der internationalen Finanzkrise beinahe halbiert
haben, sind die Stückumsätze nur geringfügig zurückgegangen“, sagt Buhl. Im
Vorjahr konnte die Wiener Börse – trotz schwierigen Umfelds – sieben neue
Handelsmitglieder gewinnen. Damit sind per heute 90 Handelsmitglieder, davon 49
internationale Banken, zum Handel an der Wiener Börse zugelassen, die
mittlerweile knapp 70 % der Aktienumsätze tätigen. Für 2010 möchte der Wiener
Börse-Vorstand das hohe Niveau weiter ausbauen.
Ein
weiterer Schwerpunkt liegt beim Zufluss an neuem Kapital. „Derzeit herrscht
eine größere Unsicherheit unter den IPO-willigen Unternehmen über den Zeitpunkt
des Börseganges. Wir hoffen aber auf Börsegänge in diesem Jahr“, meint
Schaller. Die Wiener Börse wird 2010 verstärkt auf die individuelle Beratung
IPO-interessierter Unternehmen setzen. Auch der mid market, das eigens für
Unternehmen mit geringerem Kapitalbedarf geschaffene Segment, soll stärker
positioniert werden.
Das
IPO-unfreundliche Klima hat im Vorjahr zu Rekordemissionen bei Corporate Bonds
geführt. Mit einem Emissionsvolumen 5,2 Mrd. Euro hat die Wiener Börse ihr
besten Jahr bei Unternehmensanleihen verzeichnet. Für 2010 rechnet die Wiener
Börse mit einem anhaltenden Interesse.
CEESEG AG - Neue Holdingstruktur für die Börsen Budapest, Laibach, Prag und Wien
Seit
14. Jänner 2010 sind die Börsen Budapest, Laibach, Prag und Wien gleichrangig
der Holdinggesellschaft CEESEG AG unterstellt. Die Holding übernimmt vor allem
die strategische und finanzielle Führung sowie die Verwaltung der
Beteiligungen, das operative Geschäft wird von den vier Tochtergesellschaften
geführt. Für den Vorstand gilt Personenidentität: Michael Buhl und Heinrich
Schaller werden künftig die beiden Unternehmen Wiener Börse AG und CEESEG AG
leiten. Zusätzlich wird es in der Holding einen Beirat geben, der sich aus den
CEOs der Börsen Budapest, Laibach und Prag zusammensetzt. Zu den Hauptaufgaben
des Beirates zählen die Entwicklung der Gruppenstrategie und die Abstimmung
bzw. Umsetzung der zahlreichen Integrationsprojekte.
„Mit
der Neuorganisation erhält die Börsengruppe eine ihrer Größe entsprechende
Struktur, die den Anforderungen unserer Internationalisierungsstrategie besser
gerecht wird“, meint Dr. Heinrich Schaller, Mitglied des Vorstandes der CEESEG
AG. „Die CEESEG ist ausbaufähig, mittel- und langfristig sind wir für weitere
Mitglieder offen. Dabei sind wir an allen Börsen der Region interessiert,
führen derzeit aber keine konkreten Gespräche“, betont Dr. Michael Buhl,
Mitglied des Vorstandes der CEESEG AG.
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, Vorstand
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, Handelsumsatz
, Marktkapitalisierung
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29 Dezember, 2009 11:49
Börse Wien ist optimistisch für das Jahr 2010
Trotz
des weltweit schwierigen Wirtschaftsumfelds blickt die Wiener Börse positiv ins
nächste Jahr.
Der Vorstand der
Wiener Börse AG, Dr. Michael Buhl und Dr. Heinrich Schaller: „Wir erwarten uns auf Grund der Entwicklungen der letzten Monate
zunächst eine Stabilisierung und in Folge einen weiteren Anstieg der Kurse,
ebenso wie eine leichte Zunahme der Handelsumsätze“.
Per 28. Dezember
2009 schloss der ATX bei 2.482,13 Punkten und erreichte damit ein Plus von 41,77%
gegenüber dem 31. Dezember 2008. Im Vergleich zum Jahrestief am 9. März 2009
verzeichnete er einen Anstieg von 75,79 %.
Die Handelsumsätze erholten
sich nach ihrem Tiefstand im Februar (4,2 Mrd. EUR):
Der durchschnittliche
monatliche Handelsumsatz für das Jahr 2009 liegt bei etwa 6 Mrd. EUR. Im
Vergleich dazu betrugen die durchschnittlichen monatlichen Handelsumsätze im
Jahr 2008 11,7 Mrd. EUR.
Die Marktkapitalisierung stieg von 53,1 Mrd. EUR per
31. Dezember 2008 um 46,07 % auf 77,5 Mrd EUR per 28. Dezember 2009.