Immofinanz NEU ab in den ATX der Wiener Börse?
Spekulationen um eine Aufnahme der Immofinanz AG nach der Fusion mit Immoeast AG bringen Immoaktien an der Wiener Börse in's Visier der Anleger und Experten. Gehören Immoaktien in den ATX? Eine alte Diskussion, die bis jetzt immer damit endete, dass es ja den IATX gibt, und somit Immoaktien keine Aufnahme in den ATX finden sollten.
Allerdings: Die fusionierte Immofinanz/Immoeast könnte noch im Februar Realität werden, und bereits am 2. März
tagt ja das Indexkomitee über die Neuzusammensetzung des ATX per
März-Verfall. Börse Fachleute wie z.B. Alois Wögerbauer stehen der Aufnahme nicht negativ gegenüber.
"Es gibt für mich kein einziges überzeugendes Argument, warum die Immofinanz bzw. die Immounternehmen nicht im ATX sein sollten", sagt Alois Wögerbauer, Fondsmanager und Chef der 3 Banken-KAG.
Warum soll ein national führendes Immobilienunternehmen mit vielen Immobilien in Österreich nicht in den ATX passen?
ATX der Börse Wien heute nachmittag unter Druck
Nach den gestrigen Kursgewinnen tendiert der ATX heute zum Wochenende ins Minus! Belastet von schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone sowie
Nachrichten zum chinesischen Bankensektor haben sich die europäischen
Börsen im Verlauf unter Druck präsentiert. Nach anfänglichen
Kursgewinnen drehte auch der Wiener Leitindex ATX Richtung Süden.
Die Wirtschaftsleistung ist in der Eurozone im vierten Quartal
schwächer als erwartet gestiegen. Mit einem geringfügigen Wachstum
von 0,1 Prozent auf Quartalssicht stagnierte die Produktionsleistung
nahezu, Experten hatten ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Zudem
wurden Nachrichten aus China bekannt, wonach die Zentralbank die
Mindestreserveanforderungen für chinesische Banken das zweite Mal
innerhalb von vier Wochen verschärft hat, und damit der von der
Überhitzung bedrohten Wirtschaft Liquidität entziehen möchte.
Europaweit wurden Bankenwerte von den Anlegern gemieden. Unter den
schwächsten Werten im paneuropäischen Euro-Stoxx-50 waren
hauptsächlich die Papiere großer Finanzkonzerne zu finden. In Wien
bauten Erste Group ihre Kursverluste kontinuierlich aus und notierten
mit einem Minus von 1,75 Prozent bei 26,35 Euro. Raiffeisen
International gaben 0,68 Prozent auf 37,79 Euro ab.
voestalpine konnten sich in der Gewinnzone halten und stiegen um
0,39 Prozent auf 25,60 Euro. Die europäischen Branchenkollegen
konnten im Frühhandel nach robusten Zahlen bei der Branchengröße
ThyssenKrupp noch zulegen, drehten im Verlauf jedoch großteils ins
Minus.
Angesichts des schwachen Ölpreises standen die schwergewichtigen
OMV-Aktien ebenfalls unter Verkaufsdruck. Sie notierten um 0,88
Prozent schwächer bei 28,00 Euro. Die Titel des fünften Titels im
ATX-Five, Telekom Austria, gaben moderate 0,1 Prozent auf 9,84 Euro
ab.
PALFINGER Gruppe - Ergebnis im Gesamtjahr 2009 negativ!
Das Jahr 2009 gestaltete sich für die PALFINGER Gruppe
schwierig. Der weltwirtschaftliche Abschwung wurde zwar im
Frühjahr gebremst, der damit verbundene Marktrückgang war jedoch
signifikant und die Nachhaltigkeit der Bodenbildung fraglich.
Besonders betroffen war das Segment KRANE, im Segment
HYDRAULISCHE SYSTEME & SERVICES schlug sich der Umsatzrückgang
erst im 2. Halbjahr deutlicher nieder. Der Umsatz lag 2009 mit 505
Mio EUR um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert von 794,8 Mio EUR.
Ohne das anorganische Wachstum durch Akquisitionen hätte der
Rückgang mit rund 45 Prozent das schwache Marktumfeld stärker
widergespiegelt. Aufgrund der frühzeitig gesetzten
kostenseitigen Maßnahmen weist das Unternehmen für 2009 einen
operativen Verlust von nur 5 Mio EUR aus.
Das EBITDA konnte
durchgängig auf positivem Niveau gehalten werden und
erreichte im Gesamtjahr 16 Mio EUR. Die Entwicklung des EBIT zeigt
deutlich die rasch und effizient umgesetzten Maßnahmen; nach
- 3,2 Mio EUR im 1. Quartal 2009 folgte eine laufende
Verbesserung. Während der Umsatz im 4. Quartal 2009 seinen Tiefpunkt
erreichte, war das EBIT zu diesem Zeitpunkt wieder leicht positiv.
Der Vorstand wird vorschlagen, aufgrund der negativen
Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende
auszuschütten (Vorjahr: 0,39 EUR).
Die PALFINGER
Organisationsstruktur wurde - entsprechend dem starken Wachstum
der vergangenen und den Herausforderungen der nächsten Jahre -
überarbeitet. Dabei wurde verstärkt auf die Internationalität des
Konzerns eingegangen. Die regionalen und produktseitigen Bereiche
können künftig eigenständiger agieren und somit den
unterschiedlichen lokalen Bedürfnissen besser entsprechen. Die
externe Segmentberichterstattung wird dementsprechend mit dem 1.
Quartal 2010 ebenfalls angepasst. Sie wird künftig nach
Regionen und den strategischen Zukunftsprojekten VENTURES
differenzieren.
Auf das Jahr 2010 hat sich das Management
mit verschiedenen Szenarien vorbereitet. Aus heutiger Sicht
wird eine Verbesserung der Umsatzsituation erwartet.
Ergebnisseitig sollten sich die Stärke der PALFINGER Gruppe sowie
die zunehmend wirksamen Maßnahmen weiterhin positiv auswirken.
Der fortgesetzte Auftritt als Global Player wird die Marktposition
weiter festigen. Die genannten Zahlen sind Indikationen aus einer
Vorschaurechnung, die auf IFRS beruht. Die endgültigen Ergebnisse
werden am 24. Februar 2010 veröffentlicht.
Quelle:
EANS Adhoc: Palfinger AG